Porto Alegre und Santa Maria.
Freitag, 10. November 2006, 12:29
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Porto Alegre ist ein Recht kleiner Airport, ich finde mich gut zurecht.

Das Wetter ist hier schon brasiliansicher: ein paar kleine Wolken, ansonsten sehr heiss.

Ich werde von 2 Professoren der hiesigen Uni abgeholt, die mich zum Busbahnhof bringen und mir helfen eine Karte zu kaufen. Denn: von der normalen Bevölkerung spricht hier keiner Englisch. Die beiden setzen mich am Bahnhof ab, und müssen dann auch weiter.

“Professor” hat hier übrigens eine andere Bedeutung als in Deutschland. So ziemlich jeder Dozent wird hier Professor genannt. Die beiden die mich abholen, sind ungefähr in meinem Alter.

Ich schaffe es mit Händen und Füssen, mir ein Sandwich und eine Coke zu kaufen. Schmeckt sogar.

Busbahnhof

Die Busfahrt dauert 4 Stunden, und ich sehe zum ersten mal etwas von der Brasilianischen Landschaft. Es sind sehr ausgedehnte Wiesen, mit normal aussehenden Bäumen, immer wieder von Palmen durchzogen. Kühe gib es hier in rauen Mengen.
Ich schaue fast die ganzen 4 Stunden aus dem Fenster.
Kuhwiese

Angekommen in Santa Maria holt mich Professor Raul Ceretta Nunes vom Busbahnhof ab, und ich checke in ein Hotel in Downtown Santa Maria ein. Das Zimmer ist nett, der Kühlschrank etwas laut, aber naja.
hotel santa maria
Abends holt mich Prof. Marcello Pasin ab, ich bin bei seinen Eltern zum Essen eingeladen. Wir essen Fisch und verständigen uns in einem Mix aus Deutsch, Englisch und Portugiesisch. Marcello spricht ein recht gutes Deutsch, seine Mutter und seine Tante ein kleines bisschen.
Der Dobermann der Familie, Frida, schließt mich sofort in ihr Herz ;-).

Morgen früh werde ich vom Chef des Centro de Processamento de Dados (genau: Datenverarbeitungszentrale) abgeholt um das IAS zu installieren.



One night in Rio.
Donnerstag, 9. November 2006, 12:25
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Juhu, es hat soweit geklappt.
Der Bus hat micht punktlich im Santa Fe abgeholt.
Das Check-In Formular des Santa Fe war leider auf Französisch, daher war ich nicht sicher, ob ich es korrekt ausgefüllt habe. Als die nette Dame am Counter mit “Jo, des passt scho’” geantwortet hat, hätte ich fast geweint: Zum ersten Mal redet jemand so etwas ähnliches wie Deutsch mit mir in Frankreich. Aber über die Sprachgewohnheiten hier hatten wir es ja schon.

Also: Bus fährt los, ich checke ein, und sitze tatsächlich endlich im Airbus nach Rio de Janeiro. Ich sitze am Fenster, neben mir ein riesiger Norweger namens Gunnar, wir werden uns dankenswerterweise den ganzen Flug lang anschweigen. Ich kann mir Pirates of the Carribean 2 und Cars angucken, abends gibts Huhn und 3 Bier, alles gut.

Beim Landeanflug auf Rio sehe ich alles was man sehen muss: den Zuckerhut (Pao de Acucar) und den Jesus auf dem Berg (Corcovado Hill).

Angekommen in Rio kam das unvermeidliche: der Flug nach Porto Alegre startet natürlich erst morgen. Also: Eine Nacht in Rio.
Ich checke im Luxor ein, ein Hotel im flughafen. Das Fenster ist OK, aber es hat keine Fenster. Das Wasser ist schwer verchlort.
In Rio ist übrigens Scheißwetter: Es regnet.

Morgens kann ich dann alerdings direkt durchmarschieren, erst zum TAM Schalter zum Check-In, dann durch die ziemlich lasche Sicherheitekontrolle (ist ja ein Inlandsflug). Der Flug hat allerdings – wie immer – ca. eine Stunde Verspätung. Na gut, was ist schon eine Stunde, ich bin Schlimmeres gewohnt. Ich verlasse Rio de Janeiro mit einer Fokker 100.

rio



Two Nights In Paris.
Donnerstag, 9. November 2006, 12:19
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So, nachdem ich meine Fassung wiederhabe, weiter gehts in der Irrfahrt.
Um ziemlich genau 20:00 habe ich den Air France Mitarbeiter meines Vertrauens gefragt, welches den mein Gate sei.
Er fragte mich, ob mich den niemand informiert hätte: Der Flug ist gecancelt.
Ich schreib den Satz nochmal:

Der Flug ist gecancelt.

Nö, mich hat natürlich keiner informiert.

Nach der tollen Übernachtung im 2 Sterne Ibis und ca. 12 Stunden abhängen auf dem Terminal 2E in Charle de Gaulle jetzt also die Info: Ich kann ins Hotel einchecken, es geht doch erst morgen früh weiter.

Ich zitiere:
The Flight is canceled. The Plane is out of order.

Einatmen, ausatmen, ich bin ganz ruhig.

Nachdem ich den dann die Situation im Allgemeinen und die Air France im besonderen ca. 2 Minuten lang auf English beschimpft hatte, was natürlich nichts bringt, bot mir der hoffentlich zu Recht unterbezahlte Air France Mitarbeiter an, ich könne ja an Air France schreiben.
Diesen Vorschlag nahm ich zum Anlass, Air France weitere zwei Minuten zu beschimpfen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich sitze grad allen Ernstes in der Bar des Santa Fe Hotels des Eurodisney Paris und trinke ein 6€ Carlsberg vom Fass.
Wenigstens habe ich mich mit ein paar Pflegeartikeln aus dem Disneyshop eindecken können:
Sauber machen!

Ich denke, das ich die Rubrik hier im Blog von “Brasil 06″ auf “France 06″ umbenennen werde.

Morgen um 06:30 geht der Bus zurück zum Charles de Gaule.
Angeblich gehts um 09:00 dann los nach Rio.
Wann ich dann weiter kann nach Porto Alegre steht in den Sternen.

Zehrt alles etwas an den Nerven.
Ich habe echt überlegt ob ich das Foto hochladen soll, aber es zeigt ganz gut wie es mir geht:
fettisch

Das war auf jedenfall das erste und letzte Mal Air France.
Saftladen.



Kommunikation.
Mittwoch, 8. November 2006, 14:13
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So, die Stunde Internet ist alle.
Ich bin allerdings begeistert:
Ich konnte hervoragend Sykpe nutzen, und mich per GRE Tunnel in das Hochschulnetz einwählen.
Über den Tunnel konnte ich mich an unserem Asterisk anmelden in in Top-Qualität mit dem Labor telefonieren.